Es ist soweit, wir ziehen um!

Wir haben eine Wohnung gefunden!

Die letzten 3 Wochen hatte ich einfach keinen Kopf um mich um den Blog zu kümmern, dadurch, dass ich in der Toursimusbranche bin, war unendlich viel zu tun, was man gar nicht glauben mag, weil ja nicht mal Touristen ins Land durften.

Aber Umbuchungen, Gutscheine, Stornierungen und ganz plötzlich auch eine Flut an neuen Buchungen haben uns wirklich Feuer gemacht 😀

Jetzt habe ich zwei Wochen Urlaub und gestern ist unser Vertrag für die neue Wohnung angekommen. Am 15.06. gehts los!

Dazu wird es ganz bald ein Update geben 🙂

Momentan lese ich viel und habe mir ein SUP gekauft, das war zwar teuer, wird mein Leben aber definitiv bereichern, ich liebe Wasser! Am Wasser, im Wasser, auf dem Wasser, hauptsache Wasser.

Ich bin gespannt auf alles was in der nächsten Zeit passiert und freue mich schon drauf, wieder aktiver hier meinen Gedanken freien Lauf zu lassen.

Stay tuned und bis bald 🙂

Finanzielle Freiheit

Das ist es, was ich auf lange Sicht anstrebe.

Was ich so verrückt finde ist, dass ich nicht von selbst drauf gekommen bin. Sondern richtig schön, wie die breite Masse, von Gehalt zu Gehalt gelebt habe, mit Sparen zwar, aber immer ohne langfristiges Ziel. Das höchste Ziel war, sich n neues Auto zu kaufen. Immerhin musste ich dafür dann keinen Kredit aufnehmen. Ich fand es zwar schon immer schön, meinen Ersparnissen beim wachsen zuzugucken, aber ohne da einen größeren Sinn hinter zu sehen. Ich bin dann 2014 auch komplett zufällig bei Kleiderkreisel auf den Minimalismus Thread (liebevoll Fred genannt) gestoßen und damit nahm alles seinen Lauf. Wann genau ich das erste Mal auf die finanzielle Freiheit gestoßen bin, kann ich heute aber nicht mehr sagen.

Finanzielle Freiheit bedeutet, dass man aus den Auszahlungen seiner Investments leben kann, ohne auf ein Arbeitseinkommen angewiesen zu sein.

Das erreicht man, sobald die Einnahmen die Ausgaben übersteigen, aus bspw. Dividenden, Mieteinnahmen, Verkäufe eigener einmalig erstellter Produkte (Bücher, Youtubevideos, Werbeeinnahmen).

Wenn ich voll durchziehen kann, und sich keinerlei tiefgreifende Änderungen in meinem Leben ergeben werden, kann ich in ca. 15 Jahren meine monatlichen Ausgaben durch Investments decken. Es wird sich allerdings immer wieder etwas ändern, vielleicht positiv, vielleicht negativ. Man weiß es nicht. Letztendlich kann ich es also auch schon in 10 Jahren geschafft haben, oder erst in 20 Jahren. Oder auch nie. Aber ich habe ein Ziel und versuche es zu erreichen.

Die Alternative dazu wäre, nicht zu sparen und heute alles Geld was ich verdienen auf den Kopf zu hauen, weil man ja auch Morgen tot sein könnte oder? Ich gehe aber lieber davon aus, dass ich Morgen nicht tot bin und freue mich drauf, an meiner finanziellen Freiheit zu arbeiten. Per heute arbeite ich sogar nur 30 Stunden, und werde es nach meinen Berechnungen aber trotzdem schaffen. Ich mag meinen Job und könnte mir absolut nicht vorstellen, nur noch am Strand zum Brathähnchen zu werden. Das kann man immer mal gut 2 Wochen haben, aber danach brennt es mir auch in den Fingern, wieder was sinnvolles zu tun.

Um zu berechnen, wie viel Geld du brauchst, um davon Leben zu können, kannst du als Faustformel deine Jahresausgaben x 25 rechnen. Daraus ergibt sich ein Vermögen, von dem du Leben kannst, wenn du jedes Jahr nicht mehr als 4% entnimmst. Diese 4% entsprechen dann nämlich genau deinen heutigen Jahresausgaben. Bei 4% Entnahme ist die Chance, das ganze Vermögen aufzubrauchen, sehr gering.

Jahresausgaben von 18.000€

18.000*25 = 450.000

450.000*4% = 18.000

Für 450.000€ muss man natürlich einiges sparen und es scheint auf den ersten Blick auch unmöglich, diese Summe überhaupt zu erreichen. Für mich war es trotzdem damals ein Augenöffner, von der 4% Regel zu hören. Ich war nämlich immer fest davon ausgegangen, dass man mindestens 1 Million braucht, um nie wieder arbeiten zu müssen. Es hilft natürlich nicht, die Ersparnisse auf dem Tagesgeldkonto von der Inflation auffressen zu lassen. Du musst das Geld schon sinnvoll Investieren. Geld aufs Tagesgeldkonto packen, zählt nicht als Investment, auch wenn es ja sage und schreibe noch 0.01% Zinsen gibt.

Bevor du jetzt demotiviert den Kopf in den Sand steckst, weil die Summe unerreichbar scheint, denk Bitte immer dran:

Was ist die Alternative?

Die Alternative ist nichts tun. Darauf hoffen, dass der Arbeitsplatz sicher ist. Und dass man nicht nur 400€ Rente bekommt. Davon kann nämlich kaum jemand Leben. Selbst wenn du die finanzielle Freiheit nie erreichen wirst, wirst du ein Gutes Vermögenspolster angespart haben, mit dem du im Alter noch gut Leben kannst. Um dir z.B. eine zusätzliche monatliche Rente auszuzahlen. Oder Mal in den Urlaub fahren zu können.

Und auch wenn du „nur“ so viel sparen kannst, dass du mit 55 oder 60 in Rente gehen könntest, statt erst mit 67 (oder 72, wer weiß wie sich der ganze Spaß noch entwickelt), ist das doch ein lohnenswertes Ziel. Dir werden immerhin 7-12 Jahre Freiheit geschenkt, die ich durchaus erstrebenswert finde. Je früher desto besser. Das bedeutet aber nicht, dass alle Menschen plötzlich mit 35 ihren Job an den Nagel hängen müssen. Sie bekommen aber eine zusätzlich Alternative. Sie können weiter arbeiten, oder aber auch sagen „Nö, den Rest meines Lebens fahre ich nur noch Fahrrad, statt im Büro zu sitzen.“

Ich stelle es mir sehr entspannt vor, wenn man nicht mehr auf den Job angewiesen ist. Man muss sich dann auch nichts mehr gefallen lassen, weil man keine Angst davor hat, durch Jobverlust seine Miete nicht mehr zahlen zu können. Das finanzielle Polster gibt dir Freiheit.

Hast du dich schon mal mit der finanziellen Freiheit auseinander gesetzt? Ist das ein erstrebenswertes Ziel für dich?

Sonnige Grüße und bis bald 🙂

Minimalismusblogs und Youtuber, die mich inspiriert haben

Blogs:

Healthy Habits

Wastelandrebel

Ich kauf nix

https://ichkaufnix.com/

scheint leider keine aktuellen Beiträge mehr zu posten, aber auch in den alten Posts zu stöbern lohnt sich

Widerstand ist zweckmaessig

https://widerstandistzweckmaessig.wordpress.com/

Utopia

einfach bewusst

feine Seele

Martha S

https://martha-s.de/

Wer noch mehr Inspiration sucht, wird auf

fündig

Youtuber:

Vio

https://www.youtube.com/channel/UC3ISMyNKgBh5ULKNxFpKIfw

Corinna

https://www.youtube.com/user/CorinnAffe/videos

Rachel Aust – Minimalism Series

https://www.youtube.com/channel/UCvIaf-RCk5mQiH8rI0rODlg

auf englisch

Matt D’Avella

https://www.youtube.com/channel/UCJ24N4O0bP7LGLBDvye7oCA

auf englisch

Wer hat dich auf deinem Weg zum Minimalismus inspiriert?

Finanzblogs und Youtuber, die mich inspiriert haben

Blogs:

Tim Schäfer

https://timschaefermedia.com/

Madame Moneypenny

Höre am liebsten alles als Podcast

Frugalist Oliver

https://frugalisten.de/

Christian

Und wer noch mehr inspiration sucht, wird ganz bestimmt unter

fündig

Für alle die schon etwas mehr im Thema drin sind

https://www.justetf.com/de/

Für alle, die sich mal vor Augen führen wollen, was der Zinseszins aus macht

https://www.zinsen-berechnen.de/sparrechner.php

Youtuber:

Finanzfluss:

https://www.youtube.com/channel/UCeARcCUiZg79SQQ-2_XNlXQ

Talerbox

https://www.youtube.com/user/Talerbox

Bodo Schäfer

https://www.youtube.com/user/BodoSchaefer

Finanztip

https://www.youtube.com/channel/UC-muQylmRx61Mt6U1oDSEVA

Lena Fred

https://www.youtube.com/channel/UCE5xeIRuQGfeoJzKmjZfqcg

Wer hat dich auf deinem Weg inspiriert?

Konsumausgaben und Lebenshaltungskosten Teil 2

Uuund es geht weiter, heute wird ein bisschen gerechnet, yuhuu 🙂

Ich hab hier sone Grafik vorliegen, laut der der OttoNormalDurchschnittsDeutsche 34% seines Einkommens für Wohnen und Energie ausgibt, sowie 13% für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren. Sparquote im Durchschnitt bei 11%. Rest geht dann wohl für Transport, Freizeit, Urlaub und Konsum drauf.

Wir rechnen einfach mal mit einem Einkommen von 2000€, weil es eine schöne gerade Zahl ist.

34% von 2000€ = 680€

13% von 2000€ = 260€

11% von 2000€ = 220€

42% von 2000€ = 840€

In den ersten beiden Fällen liegen meine Ausgaben drunter, obwohl ich noch nicht in der günstigeren Wohnung lebe. Meine Sparquote ist deutlich höher, Konsumausgaben wiederum auch drunter, wer hätte das gedacht 😀

Aber wenn jeder durchschnittlich 680€ für Wohnen und Energie ausgibt, muss ich mich doch Fragen, welche Menschen für die Statistik herangezogen wurden. Ob warm oder kalt stand leider nicht dabei. Wohnen wirklich so viele Menschen zu zweit in 1300€ Wohnungen? Also ja, ich bin zur Zeit auch noch einer derjenigen. Und wenn man Singlehaushalte dazu zählt, die alleine 800€ Miete zahlen, kommt das im Durchschnitt vielleicht auch wieder hin mit den 680€ pP.

Wie auch immer, weiter geht’s.

Die Nahrungsmittelausgaben unterscheiden sich alleine bei meinem Freund und mir schon um mindestens 150€ pro Monat, was daran liegt, dass er ungefähr doppelt so groß ist und damit auch den zweifachen Kalorienverbrauch hat.

Ich trinke keinen Alkohol und rauche nicht, was natürlich auch einiges an Kosten einspart. Kann ich übrigens nur empfehlen, rechnet mal die Kosten aufs Jahr hoch, die das Rauchen einfach verschlingt. Es gibt kaum eine Ausgabe, die ich sinnloser finde als Rauchen.

Beizeiten werde ich mal ein Experiment starten, ob ich auch mit 150€ im Monat für Lebensmittel über die Runden komme, oder ob mich das zu sehr einschränkt. Ich muss nämlich zugeben, dass ich überhaupt gar nicht auf die Preise achte, bevorzugt Bio kaufe und esse worauf ich Lust habe. Dadurch laufe ich aber auch allzu oft nur planlos durch den Laden, hab Hunger auf alles und nichts und gebe dabei ungefähr 220€ im Monat für Lebensmittel aus. Deswegen werde ich in Zukunft versuchen mir einen Wochenplan zu erstellen.

In diesem Jahr möchte ich meine Fixkosten fürs Wohnen noch auf unter 20% des Nettoeinkommens senken und meine Sparquote auf 40-45% erhöhen. Wenn der Umzug erst einmal von statten gegangen ist, sollte sich das auch von alleine so einpendeln 🙂

Mir macht es auch tatsächlich richtig Spaß, mich mit meinen Finanzen zu beschäftigen, Kosten einzusparen und dafür auf der anderen Seite mehr Geld zur Verfügung zu haben, um Gutes zu tun, oder Freunden und Familie eine Freude zu machen.

All die Menschen mit reinem Herzen, sollten versuchen, so viel Geld wie möglich in ihr Leben zu ziehen.Es bringt nämlich auch niemandem was, wenn wir pleite sind und auch zu hilfsbedürftigen Menschen werden.

Dann Lieber in der Lage sein, anderen zu helfen, oder wie siehst du das?

Fange an, deine kleinen Taten wertzuschätzen

Irgendwie haben wir gefühlt alle die Erwartung an uns selbst, dass wir ganz Großes vollbringen müssen, um wertgeschätzt zu werden. Wenn du nicht Mutter Theresa oder der Dalai Lama bist, bist du nicht würdig, Wertschätzung zu erhalten.

Das ist so falsch. Es sind die kleinsten Dinge im Leben, die die Welt zu einem guten Ort machen.

Ich würde auch gerne die Welt retten, aber wenn ich nicht im Kleinen anfange, kann nichts Großes entstehen. Und selbst wenn nicht, wir können und sollten uns für alles wertschätzen, was jemandem oder uns Wert bringt. Und derjenige muss es nicht mal merken.

Du kannst einfach mal jemandem der im Zug eingeschlafen ist, unauffällig den Koffer stützen, damit er nicht durch den Zug rollt. Inspiriert hat mich dazu ein tolles Bild, was ich neulich gesehen habe. Ich finds nicht wieder, sonst würde ich es hinzufügen. Falls jemand weiß welches ich meine, lasst es mir gerne zukommen.

Jedenfalls, sei dir bewusst, dass du nicht jeden Tag die Welt retten musst. Vielleicht hast du einfach nur gute Gedanken einem Menschen gegenüber. Das ist eine tolle Sache.

Als Beispiel, jedes Mal wenn mir ein Krankenwagen mit Blaulicht entgegen kommt, bete ich innerlich für den Menschen, der gerade in diesem Wagen liegt. Dieser Mensch wird es nie erfahren, aber ich hoffe trotzdem, dass es ihm in irgendeiner Weise geholfen haben könnte.

Dabei bin ich nicht mal überaus spirituell, ich wünsche ihm einfach alles Gute und dass er schnell wieder auf die Beine kommen mag.

Du kannst dich auch selbst dafür wertschätzen, dass du dir heute einmal 10 Minuten Zeit genommen hast um zu Meditieren und ganz bei dir zu sein, im sonst so stressigen Alltag. Je mehr Ruhe wir in uns tragen, desto eher können wir die Ruhe und Zufriedenheit nach Außen strahlen und weitergeben.

Lächeln ist ansteckend. Wenn du Kontakte knüpfen willst, versuch‘s mal mit lächeln. Habe das einmal als Experiment durchgeführt, weil mein Alltagsgesicht ein absolutes (sorry dafür) „resting bitch face“ ist. Ich gucke unfassbar böse. Das habe ich bewusst mal für einige Zeit in ein Lächeln umgewandelt und war wirklich überrascht, von wie vielen Menschen man plötzlich angesprochen wird.

Letztendlich möchte ich damit nur sagen, dass es schnell zu Unzufriedenheit führen kann, wenn wir unsere riesigen Träume nicht erfüllen und kein Aktivist werden, der die Welt rettet. Besinne dich auf deine kleinen Taten. Meine Freundin hat mir mal, als ich krank war, ein Kehrpaket mit Suppe, Taschentüchern und Säften gebracht. Daran erinnere ich mich heute noch, obwohl es eine kleine Tat war, für mich aber immer von ganz Großer Bedeutung sein wird!

Sei gut zu dir selbst und schreibe mir gerne mal, was du heute wertschätzt 😊

Konsumausgaben und Lebenshaltungskosten Teil 1

Man kann unfassbar viel Geld für Konsum ausgeben, und wer bekommt schon von Anfang an beigebracht, wie man mit Geld umgehen sollte? Ich kenne selbst niemanden. Auch mir wurde das sparsame Verhalten nicht in die Wiege gelegt.

Manche Eltern sind sparsam und können die Sparsamkeit auch an ihre Kinder weitergeben, oder aber genau das Gegenteil, die Kinder hatten das Gefühl sich dauerhaft einschränken zu müssen und sobald sie ihr eigenes Geld haben geben sie Vollgas.

Ich hatte auch mal eine Zeit, in der ich Gas gegeben habe mit Konsumausgaben, aber im Verhältnis zum Durchschnitt, habe ich auch immer versucht einen Teil meines Einkommens zu sparen.

Das hat sich auch auf lange Sicht bisher immer ausgezahlt.

Wenn ich jetzt so die Schicksale beachte, wie viele Menschen pleite gehen und nicht 2 Monate überbrücken können, ohne auf Hilfe angewiesen zu sein, macht mich das sehr traurig.

Wenn man nicht gerade eine Hand voll Schicksalsschläge (z.B. Scheidung und anschließend plötzlich alleinerziehend, dann gehen Auto und Kühlschrank gleichzeitig kaputt und zu guter Letzt wird auch noch dein Fahrrad geklaut) hinter sich hat, sollte man dafür Sorgen, dass man auch ohne fremde Hilfe wenigstens in paar Monate überleben kann.

Ich bin relativ Sicherheitsbedacht und könnte meine Monatsausgaben für gut 12 Monate ohne Hilfe decken, ohne meine Investments verkaufen zu müssen.

Wenn sich in hoffentlich naher Zukunft meine Fixkosten noch weiter verringern, werden es wahrscheinlich schon ca. 1 und halb Jahre sein.

Damit fühle ich mich wohl und das ist es auch worauf es ankommt. Man muss mit seinem „Notgroschen“ gut schlafen können.

Und das werden sich wahrscheinlich auch in der derzeitigen Situation der Virus-Krise einige Menschen wünschen. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie es ist, wenn man nicht mal weiß, wie man seine nächste Miete bezahlen soll.

Bekannte von mir hätten in diesem Jahr noch geheiratet, aber bereits jetzt ist eines der Gehälter um 1/3 eingebrochen, dem anderen Job steht Kurzarbeit bevor. Letztes Jahr wurde ein Haus gekauft, für die Hochzeit sollte ein Kredit aufgenommen werden, geschätzte Kosten um die 20.000 Euro, eher mehr. Falls es jemals dazu kommen sollte, dass ich heirate, möchte ich bitte nicht darauf angewiesen sein, einen Kredit aufzunehmen, den ich mit 200 Euro im Monat dann auch noch zusätzlich abzahlen muss. Alleine die Vorstellung, 10 Jahre meine Hochzeit abzubezahlen, ist das Grauen!

Wie sagte ein weiser Mann einst: „Ich war noch nie in einer Situation, in der Geld zu haben, die Situation verschlimmert hätte.“

Und ganz genau so sehe ich es auch.

Wie ist das bei dir? Kannst du ruhig schlafen und kennst du Menschen, die durch die Krise kalt erwischt wurden?

Im nächsten Teil geht’s weiter mit Durchschnittlichen Konsumausgaben deutscher Haushalte. Ich bin ja ein Prozentefreak und rechne mir gerne aus wie viel Prozent meines Einkommens Miete, Sparanteil etc. ausmacht 😀

Habt schöne (distanzierte) Ostertage und bis bald 🙂

Self discovery journaling – Fragen, die dir helfen herauszufinden, was du im Leben wirklich willst

Ich war lange Zeit etwas planlos unterwegs, nicht wissend, was ich eigentlich wirklich will. Die folgenden Fragen haben mir sehr geholfen, mich weiter zu entwickeln.

Ich würde die Fragen auch zweimal beantworten. Einmal mit dem was dir sofort in den Kopf schießt, sobald du die Frage gelesen hast und einmal, wenn du über die Frage länger nachdenkst.

Kopier sie dir einfach in ein Worddokument und beantworte sie in Ruhe 🙂

Ich hoffe dir können sie genauso gut helfen wie mir.

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What am I most poud of? / Worauf bin ich am meisten stolz?

Who inspires me? Why do they inspire me? / Wer inspiriert mich und warum?

What would I tell my future me? / Was würde ich meinem Zukunfts-Ich mitteilen?

In the next month I want to / Im nächsten Monat will ich

This year I want to / Dieses Jahr will ich

I am grateful for / Ich bin dankbar für

I need more – in my life, because / Ich brauche mehr – in meinem Leben, weil

What are 5 short term goals I have? / Welche 5 kurzfristigen Ziele habe ich?

What is one important lesson I learned this week? / Was ist die wichtigste Lektion, die ich diese Woche gelernt habe?

If I had 10.000€, I would / Wenn ich 10.000€ hätte, würde ich

If I could travel anywhere, where would I go and why? / Wenn ich reisen könnte, wohin ich wollte, wo würde ich hin reisen und warum?

If I never have to work again and have lots of money, I would / Wenn ich nie wieder für Geld arbeiten müsste, und Unmengen an Geld hätte, würde ich

The person I am most thankful for is / Die Person, für die ich am dankbarsten bin, ist

Something I hope to achieve in the next 5 years / Etwas, was ich in den nächsten 5 Jahren erreichen will

What does my ideal day look like? Wie sieht mein perfekter Tag aus?

What does my ideal morning look like? / Wie sieht mein perfekter Morgen aus?

What are my strenghts? / Was sind meine Stärken?

What are my weaknesses? / Was sind meine Schwächen?

If I could wish for anything, I would wish for / Wenn ich mir irgendetwas wünschen könnte, was wäre es?

What am I afraid of? / Wovor habe ich Angst?

I want people to think of me as / Ich will, dass Leute von mir denken, dass

If I would win in the Lottery, I would / Wenn ich im Lotto gewinnen würde, würde ich

Minimalismus – Wo fange ich an, wann höre ich auf?

Ich darf gar nicht dran denken, wie überfordert ich war, als ich 2014 mit dem Minimalismus gestartet habe.

Du willst ein Bild von meiner Schuhsammlung sehen? Hier bitte sehr:

Holy Cricket, das waren noch Zeiten, ich war einfach süchtig.

Das ist übrigens nur die Hälfte meiner Sammlung, alles in allem waren es 130 Paar. Von den Schuhen auf dem Bild besitze ich übrigens noch 4, und insgesamt sind es heute 18 Paar. Das mag für den einen oder anderen nicht minimalistisch klingen, aber man bedenke, von wo ich komme. 18 Paar sind noch knapp 14% vom Anfangsbestand (Hab ich eigentlich mal erwähnt, dass ich gerne Prozente ausrechne? haha) Und es ist durchaus möglich, dass es noch weniger werden. 10 Paar mit denen ich super zufrieden bin fänd ich sehr schön. Aber nur weggeben um minimalistischer zu sein, ist auf jeden Fall nicht Sinn der Sache, solange man die Sachen noch gerne trägt.

Wenn das allerdings dein Ausgangspunkt ist und du gerade erst anfängst dich mit Minimalismus zu beschäftigen, kann die Menge der Dinge, die du besitzt, geradezu überwältigend sein.

Aus meiner Erfahrung kann ich aber die Methode von Marie Kondo bestätigen, nach der man nach Kategorien aussortieren soll. Dann werden beispielsweise alle Schuhe zusammen getragen (ja, alle, auch die aus dem Auto und die aus der Sporttasche) und aussortiert. Ich würde bei Kleidung und Schuhen grundsätzlich immer nochmal alles anziehen, um zu testen, ob die Sachen bequem sind. Wenn sie nicht bequem sind müssen sie wenigstens scheiße gut an dir aussehen, um weiterhin mietfrei Platz im Kleiderschrank zu klauen. (Im Übrigen habe ich Intuitiv so gehandelt, Marie Kondo habe ich erst viel später entdeckt :D)

Es bietet sich also an, nach Kategorien auszusortieren. Zudem würde ich auch immer wieder mit Kategorien anfangen, an denen nicht viel Herz hängt. Die alten Fotos und Liebesbriefe zuerst durch zu gehen, würde einen nur wahnsinnig frustrieren und letztendlich gibt man auf, bevor man überhaupt angefangen hat, weil man keine Ergebnisse sieht.

Wie wäre es für den Anfang zum Beispiel mit Putzmitteln? Kein Herz hängt an Putzmitteln. Fang doch heute mal an deine Putzmittel zu sortieren. Im übrigen reichen Glasreiniger, Spüli und Essig/Zitronensäure um ungefähr alles sauber zu machen, solange man Zugang zu Wasser hat. Es gibt auf jeden Fall auch natürlichere Alternativen als die Drogeriespülmittel etc. Aber die Chemiekeulen wie Breff, CilitBang und son Gekramse braucht einfach kein Mensch. Und die Umwelt schon gar nicht.

So, wenn die Putzmittel aussortiert sind, geht’s weiter mit Handtüchern.

Dann alte Cremes und Kosmetikartikel (und selbst das fällt einigen schon schwer, aber auch die Sachen sind zum größten Teil nur 12 Monat haltbar. Am besten das Kaufdatum mit drauf schreiben und nach einem Jahr regelmäßig prüfen, ob das Zeug noch nicht gekippt ist. Merkt man am z.B. ranzigen Geruch oder wenn sich plötzlich alle Inhaltsstoffe voneinander lösen)

Kleidung eignet sich auch immer toll zum ausmisten, davon haben wir eh alle viel zu viel.

Bedenke aber immer, das Minimalismus der Weg ist und nicht das Ziel. Ich bin der Meinung, dass ich niemals am Ziel sein werde, weil sich Persönlichkeiten und Geschmäcker einfach ändern, ein Leben lang. Wer weiß ob ich mein Leben für immer in Leggings verbringen werde, oder irgendwann doch wieder Jeans-Fan werde.

Aber, was ich sagen kann, nach 6 Jahren des Minimalisierens findet man nicht mehr viele Dinge beim aussortieren. Ich habe gestern tatsächlich nach langer Zeit mal wieder einen Pullover und ein Kleid gehen lassen. Pullover einfach viel zu unbequem und deswegen nie angezogen und das Kleid war unrettbar gerissen, ich hab noch einen Reparaturversuch gestartet und es ist direkt wieder gerissen -.-

Manchmal wünsche ich mir, dass ich komplett bei Null anfangen darf, komplett neue Garderobe und Möbel. Was vielleicht im ersten Moment komisch klingen kann, aber im Grunde hänge ich an so gut wie nichts von meinem materiellen Besitz. Lediglich eine Kommode und ein Tisch, sowie ein kleiner BohoStyle Spiegel sind mir sehr ans Herz gewachsen. Aber die Kleidung oder den Rest, könnte ich durchaus von heute auf Morgen ersetzen, ohne traurig zu sein.

Hattest du schon mal so ein Gefühl?

Es wäre natürlich durchaus möglich das zu tun, aber auch nicht sehr nachhaltig und dazu gut teuer. Das steht dann wieder allem, wofür ich mich einsetze entgegen 😀 Und unglücklich bin ich mit der derzeitigen Situation ja auch absolut nicht.

Also, was hast du heute Minimalisiert? Noch nichts? Beste Zeit mal deine Putzmittel durchzugehen 😉

Bis bald 🙂