Monatsausgaben unter 1000 Euro

Das wollte ich immer schon mal versuchen. Und ich mag Challenges. Eigentlich ist aber der Plan, dass ~1000€ in Zukunft meine durchschnittlichen Monatsausgaben werden.

Nach meinem Umzug stehen mir theoretisch jeden Monat ~260€ mehr zur Verfügung. Vorher habe ich monatlich ca. 1200-1300€ monatlich ausgegeben. (Teure Wohnung, viel Essen, Auto+weiter Weg zur Arbeit)

Nachdem in der Wohnung soweit alles an Ort und Stelle ist, erwarte ich im August keine allzu großen Ausgaben mehr. Der Umzug selbst war zwar teurer als erwartet, aber immer noch gut im Rahmen.

Damit habe ich mir zum Ziel gesetzt, im August maximal 1000€ auszugeben.

Meine Fixkosten liegen bei 475€, dazu kommen noch ca. 150€ für eine Hochzeit. Die Übernachtung in einer Ferienwohnung für die Hochzeit habe ich bereits im Juni bezahlt.

1000

-625

=375

Sportliches Ziel muss ich zugeben. Ich bin „leider“ jemand, der gerade bei Lebensmitteln so gar nicht auf Geld achtet. Dafür kaufe ich immerhin so gut wie nie Kleidung. Sind ~200€ für einen 160cm Minimensch eigentlich viel Geld für Lebensmittel, mit wenig Essen gehen? Manchmal bestelle ich, das fällt dann auch am meisten ins Gewicht. Aber wenn ich koche, dann esse ich auch immer so 3 Tage davon. Find kochen ultra nervig, deswegen großer Brotfan.

Ich wollte ja immer nochmal Wochenpläne für meine Mahlzeiten machen, aber ich bin so furchtbar unkreativ in der Küche. Falls da jemand Tipps hat, immer her damit. Es muss einfach sein, einfache Zutaten, einfache Zubereitung. Der Backofen ist mein größter Freund, Ofengemüse und Ofenkartoffeln ftw. Und Brot.

Von den 375€ werden dann Essen+Sprit+Freizeit bezahlt.

Jetzt wo ich das schwarz auf weiß sehe, kommen kurz Zweifel auf.

Aber mehr als scheitern kann ja nicht passieren.

Ohne die Hochzeit wäre es definitiv einfacher, aber den nächsten Versuch könnte ich dann frühestens im Oktober unternehmen, weil ich im September in den Urlaub fahre.

Also einfach machen.

Geplant ist auch, mir auf einem DinA4 Zettel den Monat aufzumalen und alle Tage, an denen ich nichts ausgegeben hab, bunt anzumalen.

Das stelle ich mir sehr schön und motivierend vor.

Bezüglich des Essens kommt mir zugute, dass ich am 20.08. eine Abholung von Foodsharing in einem Biomarkt habe. Davon kann ich bestimmt auch ein paar Tage Mahlzeiten zaubern. Biomärkte sind heiß begehrt, deswegen gibt es da wenige Abholungen. An Backwaren kann man dafür täglich ran kommen. Wenn du dich für Foodsharing interessierst schau mal hier

Es würde mich freuen, wenn sich noch jemand mir anschließen würde. No Spend Monate sind doch eine super Sache um mal die Sparrate/Sparquote zu erhöhen.

Anfang September gibt es dann ein Update, wie es mir so ergangen ist.

Bis bald !

Gegenwart genießen und Umzug.

Wir haben uns langsam eingelebt. Und prokrastinieren noch, Deko und Regale an die Wand zu hängen, aber alles in allem ist es mittlerweile schon ganz gemütlich hier.

Es gab einiges an Wirrwarr um unsere alte Wohnung, für die wir jetzt leider noch einen Monat extra Miete zahlen müssen, weil die eigentliche Nachmieterin noch kurzfristig abgesprungen ist und so schnell niemand neues gefunden wurde. Shit happens.

Aber so habe ich immerhin noch einen Monat Zeit um die einzige farbige Wand weiß zu streichen.

Bin übrigens Dorf Kind und wohne zur Zeit in einer Großstadt, ich freue mich jetzt schon drauf, irgendwann mal wieder im Grünen zu leben. Soviel zu nachfolgenden Thema:

Mir geht zur Zeit viel im Kopf rum, dass man nicht immer auf Dinge warten sollte, die in der Zukunft liegen. Habe öfter mal das Gefühl, dass ich die ganze Zeit nur darauf hin fiebere, dass ein bestimmtes Ereignis passiert, auch wenn das noch weit in der Ferne liegt. Und dadurch die Gegenwart zu wenig wahrnehme und genieße. Zum Beispiel bin ich schon total in Weihnachtsstimmung, das bin ich allgemein das ganze Jahr, weil ich die Besinnlichkeit und die Lichter und Schnee (der hier seit Jahren nicht mehr fällt -.-) so wunderbar finde. Und ab 25+ Grad absolut nicht mehr lebensfähig bin. (eigentlich schon ab 20+)

Aber ich möchte trotzdem auch den Sommer genießen und nicht als Sommer-Grinch rum laufen – in der Hoffnung, dass bald der erste Schnee fällt. Daran will ich arbeiten, und jeden Tag zu einem schönen, sich lohnenden Tag machen.

Wartest du auch ständig nur darauf, dass bestimmte Ereignisse endlich stattfinden und vergisst dadurch ganz, die Gegenwart zu genießen?

Bis bald 🙂

Es ist soweit, wir ziehen um!

Wir haben eine Wohnung gefunden!

Die letzten 3 Wochen hatte ich einfach keinen Kopf um mich um den Blog zu kümmern, dadurch, dass ich in der Toursimusbranche bin, war unendlich viel zu tun, was man gar nicht glauben mag, weil ja nicht mal Touristen ins Land durften.

Aber Umbuchungen, Gutscheine, Stornierungen und ganz plötzlich auch eine Flut an neuen Buchungen haben uns wirklich Feuer gemacht 😀

Jetzt habe ich zwei Wochen Urlaub und gestern ist unser Vertrag für die neue Wohnung angekommen. Am 15.06. gehts los!

Dazu wird es ganz bald ein Update geben 🙂

Momentan lese ich viel und habe mir ein SUP gekauft, das war zwar teuer, wird mein Leben aber definitiv bereichern, ich liebe Wasser! Am Wasser, im Wasser, auf dem Wasser, hauptsache Wasser.

Ich bin gespannt auf alles was in der nächsten Zeit passiert und freue mich schon drauf, wieder aktiver hier meinen Gedanken freien Lauf zu lassen.

Stay tuned und bis bald 🙂

Finanzielle Freiheit

Das ist es, was ich auf lange Sicht anstrebe.

Was ich so verrückt finde ist, dass ich nicht von selbst drauf gekommen bin. Sondern richtig schön, wie die breite Masse, von Gehalt zu Gehalt gelebt habe, mit Sparen zwar, aber immer ohne langfristiges Ziel. Das höchste Ziel war, sich n neues Auto zu kaufen. Immerhin musste ich dafür dann keinen Kredit aufnehmen. Ich fand es zwar schon immer schön, meinen Ersparnissen beim wachsen zuzugucken, aber ohne da einen größeren Sinn hinter zu sehen. Ich bin dann 2014 auch komplett zufällig bei Kleiderkreisel auf den Minimalismus Thread (liebevoll Fred genannt) gestoßen und damit nahm alles seinen Lauf. Wann genau ich das erste Mal auf die finanzielle Freiheit gestoßen bin, kann ich heute aber nicht mehr sagen.

Finanzielle Freiheit bedeutet, dass man aus den Auszahlungen seiner Investments leben kann, ohne auf ein Arbeitseinkommen angewiesen zu sein.

Das erreicht man, sobald die Einnahmen die Ausgaben übersteigen, aus bspw. Dividenden, Mieteinnahmen, Verkäufe eigener einmalig erstellter Produkte (Bücher, Youtubevideos, Werbeeinnahmen).

Wenn ich voll durchziehen kann, und sich keinerlei tiefgreifende Änderungen in meinem Leben ergeben werden, kann ich in ca. 15 Jahren meine monatlichen Ausgaben durch Investments decken. Es wird sich allerdings immer wieder etwas ändern, vielleicht positiv, vielleicht negativ. Man weiß es nicht. Letztendlich kann ich es also auch schon in 10 Jahren geschafft haben, oder erst in 20 Jahren. Oder auch nie. Aber ich habe ein Ziel und versuche es zu erreichen.

Die Alternative dazu wäre, nicht zu sparen und heute alles Geld was ich verdienen auf den Kopf zu hauen, weil man ja auch Morgen tot sein könnte oder? Ich gehe aber lieber davon aus, dass ich Morgen nicht tot bin und freue mich drauf, an meiner finanziellen Freiheit zu arbeiten. Per heute arbeite ich sogar nur 30 Stunden, und werde es nach meinen Berechnungen aber trotzdem schaffen. Ich mag meinen Job und könnte mir absolut nicht vorstellen, nur noch am Strand zum Brathähnchen zu werden. Das kann man immer mal gut 2 Wochen haben, aber danach brennt es mir auch in den Fingern, wieder was sinnvolles zu tun.

Um zu berechnen, wie viel Geld du brauchst, um davon Leben zu können, kannst du als Faustformel deine Jahresausgaben x 25 rechnen. Daraus ergibt sich ein Vermögen, von dem du Leben kannst, wenn du jedes Jahr nicht mehr als 4% entnimmst. Diese 4% entsprechen dann nämlich genau deinen heutigen Jahresausgaben. Bei 4% Entnahme ist die Chance, das ganze Vermögen aufzubrauchen, sehr gering.

Jahresausgaben von 18.000€

18.000*25 = 450.000

450.000*4% = 18.000

Für 450.000€ muss man natürlich einiges sparen und es scheint auf den ersten Blick auch unmöglich, diese Summe überhaupt zu erreichen. Für mich war es trotzdem damals ein Augenöffner, von der 4% Regel zu hören. Ich war nämlich immer fest davon ausgegangen, dass man mindestens 1 Million braucht, um nie wieder arbeiten zu müssen. Es hilft natürlich nicht, die Ersparnisse auf dem Tagesgeldkonto von der Inflation auffressen zu lassen. Du musst das Geld schon sinnvoll Investieren. Geld aufs Tagesgeldkonto packen, zählt nicht als Investment, auch wenn es ja sage und schreibe noch 0.01% Zinsen gibt.

Bevor du jetzt demotiviert den Kopf in den Sand steckst, weil die Summe unerreichbar scheint, denk Bitte immer dran:

Was ist die Alternative?

Die Alternative ist nichts tun. Darauf hoffen, dass der Arbeitsplatz sicher ist. Und dass man nicht nur 400€ Rente bekommt. Davon kann nämlich kaum jemand Leben. Selbst wenn du die finanzielle Freiheit nie erreichen wirst, wirst du ein Gutes Vermögenspolster angespart haben, mit dem du im Alter noch gut Leben kannst. Um dir z.B. eine zusätzliche monatliche Rente auszuzahlen. Oder Mal in den Urlaub fahren zu können.

Und auch wenn du „nur“ so viel sparen kannst, dass du mit 55 oder 60 in Rente gehen könntest, statt erst mit 67 (oder 72, wer weiß wie sich der ganze Spaß noch entwickelt), ist das doch ein lohnenswertes Ziel. Dir werden immerhin 7-12 Jahre Freiheit geschenkt, die ich durchaus erstrebenswert finde. Je früher desto besser. Das bedeutet aber nicht, dass alle Menschen plötzlich mit 35 ihren Job an den Nagel hängen müssen. Sie bekommen aber eine zusätzlich Alternative. Sie können weiter arbeiten, oder aber auch sagen „Nö, den Rest meines Lebens fahre ich nur noch Fahrrad, statt im Büro zu sitzen.“

Ich stelle es mir sehr entspannt vor, wenn man nicht mehr auf den Job angewiesen ist. Man muss sich dann auch nichts mehr gefallen lassen, weil man keine Angst davor hat, durch Jobverlust seine Miete nicht mehr zahlen zu können. Das finanzielle Polster gibt dir Freiheit.

Hast du dich schon mal mit der finanziellen Freiheit auseinander gesetzt? Ist das ein erstrebenswertes Ziel für dich?

Sonnige Grüße und bis bald 🙂

Minimalismusblogs und Youtuber, die mich inspiriert haben

Blogs:

Healthy Habits

Wastelandrebel

Ich kauf nix

https://ichkaufnix.com/

scheint leider keine aktuellen Beiträge mehr zu posten, aber auch in den alten Posts zu stöbern lohnt sich

Widerstand ist zweckmaessig

https://widerstandistzweckmaessig.wordpress.com/

Utopia

einfach bewusst

feine Seele

Martha S

https://martha-s.de/

Wer noch mehr Inspiration sucht, wird auf

fündig

Youtuber:

Vio

https://www.youtube.com/channel/UC3ISMyNKgBh5ULKNxFpKIfw

Corinna

https://www.youtube.com/user/CorinnAffe/videos

Rachel Aust – Minimalism Series

https://www.youtube.com/channel/UCvIaf-RCk5mQiH8rI0rODlg

auf englisch

Matt D’Avella

https://www.youtube.com/channel/UCJ24N4O0bP7LGLBDvye7oCA

auf englisch

Wer hat dich auf deinem Weg zum Minimalismus inspiriert?

Finanzblogs und Youtuber, die mich inspiriert haben

Blogs:

Tim Schäfer

https://timschaefermedia.com/

Madame Moneypenny

Höre am liebsten alles als Podcast

Frugalist Oliver

https://frugalisten.de/

Christian

Und wer noch mehr inspiration sucht, wird ganz bestimmt unter

fündig

Für alle die schon etwas mehr im Thema drin sind

https://www.justetf.com/de/

Für alle, die sich mal vor Augen führen wollen, was der Zinseszins aus macht

https://www.zinsen-berechnen.de/sparrechner.php

Youtuber:

Finanzfluss:

https://www.youtube.com/channel/UCeARcCUiZg79SQQ-2_XNlXQ

Talerbox

https://www.youtube.com/user/Talerbox

Bodo Schäfer

https://www.youtube.com/user/BodoSchaefer

Finanztip

https://www.youtube.com/channel/UC-muQylmRx61Mt6U1oDSEVA

Lena Fred

https://www.youtube.com/channel/UCE5xeIRuQGfeoJzKmjZfqcg

Wer hat dich auf deinem Weg inspiriert?

Konsumausgaben und Lebenshaltungskosten Teil 2

Uuund es geht weiter, heute wird ein bisschen gerechnet, yuhuu 🙂

Ich hab hier sone Grafik vorliegen, laut der der OttoNormalDurchschnittsDeutsche 34% seines Einkommens für Wohnen und Energie ausgibt, sowie 13% für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren. Sparquote im Durchschnitt bei 11%. Rest geht dann wohl für Transport, Freizeit, Urlaub und Konsum drauf.

Wir rechnen einfach mal mit einem Einkommen von 2000€, weil es eine schöne gerade Zahl ist.

34% von 2000€ = 680€

13% von 2000€ = 260€

11% von 2000€ = 220€

42% von 2000€ = 840€

In den ersten beiden Fällen liegen meine Ausgaben drunter, obwohl ich noch nicht in der günstigeren Wohnung lebe. Meine Sparquote ist deutlich höher, Konsumausgaben wiederum auch drunter, wer hätte das gedacht 😀

Aber wenn jeder durchschnittlich 680€ für Wohnen und Energie ausgibt, muss ich mich doch Fragen, welche Menschen für die Statistik herangezogen wurden. Ob warm oder kalt stand leider nicht dabei. Wohnen wirklich so viele Menschen zu zweit in 1300€ Wohnungen? Also ja, ich bin zur Zeit auch noch einer derjenigen. Und wenn man Singlehaushalte dazu zählt, die alleine 800€ Miete zahlen, kommt das im Durchschnitt vielleicht auch wieder hin mit den 680€ pP.

Wie auch immer, weiter geht’s.

Die Nahrungsmittelausgaben unterscheiden sich alleine bei meinem Freund und mir schon um mindestens 150€ pro Monat, was daran liegt, dass er ungefähr doppelt so groß ist und damit auch den zweifachen Kalorienverbrauch hat.

Ich trinke keinen Alkohol und rauche nicht, was natürlich auch einiges an Kosten einspart. Kann ich übrigens nur empfehlen, rechnet mal die Kosten aufs Jahr hoch, die das Rauchen einfach verschlingt. Es gibt kaum eine Ausgabe, die ich sinnloser finde als Rauchen.

Beizeiten werde ich mal ein Experiment starten, ob ich auch mit 150€ im Monat für Lebensmittel über die Runden komme, oder ob mich das zu sehr einschränkt. Ich muss nämlich zugeben, dass ich überhaupt gar nicht auf die Preise achte, bevorzugt Bio kaufe und esse worauf ich Lust habe. Dadurch laufe ich aber auch allzu oft nur planlos durch den Laden, hab Hunger auf alles und nichts und gebe dabei ungefähr 220€ im Monat für Lebensmittel aus. Deswegen werde ich in Zukunft versuchen mir einen Wochenplan zu erstellen.

In diesem Jahr möchte ich meine Fixkosten fürs Wohnen noch auf unter 20% des Nettoeinkommens senken und meine Sparquote auf 40-45% erhöhen. Wenn der Umzug erst einmal von statten gegangen ist, sollte sich das auch von alleine so einpendeln 🙂

Mir macht es auch tatsächlich richtig Spaß, mich mit meinen Finanzen zu beschäftigen, Kosten einzusparen und dafür auf der anderen Seite mehr Geld zur Verfügung zu haben, um Gutes zu tun, oder Freunden und Familie eine Freude zu machen.

All die Menschen mit reinem Herzen, sollten versuchen, so viel Geld wie möglich in ihr Leben zu ziehen.Es bringt nämlich auch niemandem was, wenn wir pleite sind und auch zu hilfsbedürftigen Menschen werden.

Dann Lieber in der Lage sein, anderen zu helfen, oder wie siehst du das?

Fange an, deine kleinen Taten wertzuschätzen

Irgendwie haben wir gefühlt alle die Erwartung an uns selbst, dass wir ganz Großes vollbringen müssen, um wertgeschätzt zu werden. Wenn du nicht Mutter Theresa oder der Dalai Lama bist, bist du nicht würdig, Wertschätzung zu erhalten.

Das ist so falsch. Es sind die kleinsten Dinge im Leben, die die Welt zu einem guten Ort machen.

Ich würde auch gerne die Welt retten, aber wenn ich nicht im Kleinen anfange, kann nichts Großes entstehen. Und selbst wenn nicht, wir können und sollten uns für alles wertschätzen, was jemandem oder uns Wert bringt. Und derjenige muss es nicht mal merken.

Du kannst einfach mal jemandem der im Zug eingeschlafen ist, unauffällig den Koffer stützen, damit er nicht durch den Zug rollt. Inspiriert hat mich dazu ein tolles Bild, was ich neulich gesehen habe. Ich finds nicht wieder, sonst würde ich es hinzufügen. Falls jemand weiß welches ich meine, lasst es mir gerne zukommen.

Jedenfalls, sei dir bewusst, dass du nicht jeden Tag die Welt retten musst. Vielleicht hast du einfach nur gute Gedanken einem Menschen gegenüber. Das ist eine tolle Sache.

Als Beispiel, jedes Mal wenn mir ein Krankenwagen mit Blaulicht entgegen kommt, bete ich innerlich für den Menschen, der gerade in diesem Wagen liegt. Dieser Mensch wird es nie erfahren, aber ich hoffe trotzdem, dass es ihm in irgendeiner Weise geholfen haben könnte.

Dabei bin ich nicht mal überaus spirituell, ich wünsche ihm einfach alles Gute und dass er schnell wieder auf die Beine kommen mag.

Du kannst dich auch selbst dafür wertschätzen, dass du dir heute einmal 10 Minuten Zeit genommen hast um zu Meditieren und ganz bei dir zu sein, im sonst so stressigen Alltag. Je mehr Ruhe wir in uns tragen, desto eher können wir die Ruhe und Zufriedenheit nach Außen strahlen und weitergeben.

Lächeln ist ansteckend. Wenn du Kontakte knüpfen willst, versuch‘s mal mit lächeln. Habe das einmal als Experiment durchgeführt, weil mein Alltagsgesicht ein absolutes (sorry dafür) „resting bitch face“ ist. Ich gucke unfassbar böse. Das habe ich bewusst mal für einige Zeit in ein Lächeln umgewandelt und war wirklich überrascht, von wie vielen Menschen man plötzlich angesprochen wird.

Letztendlich möchte ich damit nur sagen, dass es schnell zu Unzufriedenheit führen kann, wenn wir unsere riesigen Träume nicht erfüllen und kein Aktivist werden, der die Welt rettet. Besinne dich auf deine kleinen Taten. Meine Freundin hat mir mal, als ich krank war, ein Kehrpaket mit Suppe, Taschentüchern und Säften gebracht. Daran erinnere ich mich heute noch, obwohl es eine kleine Tat war, für mich aber immer von ganz Großer Bedeutung sein wird!

Sei gut zu dir selbst und schreibe mir gerne mal, was du heute wertschätzt 😊

Konsumausgaben und Lebenshaltungskosten Teil 1

Man kann unfassbar viel Geld für Konsum ausgeben, und wer bekommt schon von Anfang an beigebracht, wie man mit Geld umgehen sollte? Ich kenne selbst niemanden. Auch mir wurde das sparsame Verhalten nicht in die Wiege gelegt.

Manche Eltern sind sparsam und können die Sparsamkeit auch an ihre Kinder weitergeben, oder aber genau das Gegenteil, die Kinder hatten das Gefühl sich dauerhaft einschränken zu müssen und sobald sie ihr eigenes Geld haben geben sie Vollgas.

Ich hatte auch mal eine Zeit, in der ich Gas gegeben habe mit Konsumausgaben, aber im Verhältnis zum Durchschnitt, habe ich auch immer versucht einen Teil meines Einkommens zu sparen.

Das hat sich auch auf lange Sicht bisher immer ausgezahlt.

Wenn ich jetzt so die Schicksale beachte, wie viele Menschen pleite gehen und nicht 2 Monate überbrücken können, ohne auf Hilfe angewiesen zu sein, macht mich das sehr traurig.

Wenn man nicht gerade eine Hand voll Schicksalsschläge (z.B. Scheidung und anschließend plötzlich alleinerziehend, dann gehen Auto und Kühlschrank gleichzeitig kaputt und zu guter Letzt wird auch noch dein Fahrrad geklaut) hinter sich hat, sollte man dafür Sorgen, dass man auch ohne fremde Hilfe wenigstens in paar Monate überleben kann.

Ich bin relativ Sicherheitsbedacht und könnte meine Monatsausgaben für gut 12 Monate ohne Hilfe decken, ohne meine Investments verkaufen zu müssen.

Wenn sich in hoffentlich naher Zukunft meine Fixkosten noch weiter verringern, werden es wahrscheinlich schon ca. 1 und halb Jahre sein.

Damit fühle ich mich wohl und das ist es auch worauf es ankommt. Man muss mit seinem „Notgroschen“ gut schlafen können.

Und das werden sich wahrscheinlich auch in der derzeitigen Situation der Virus-Krise einige Menschen wünschen. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie es ist, wenn man nicht mal weiß, wie man seine nächste Miete bezahlen soll.

Bekannte von mir hätten in diesem Jahr noch geheiratet, aber bereits jetzt ist eines der Gehälter um 1/3 eingebrochen, dem anderen Job steht Kurzarbeit bevor. Letztes Jahr wurde ein Haus gekauft, für die Hochzeit sollte ein Kredit aufgenommen werden, geschätzte Kosten um die 20.000 Euro, eher mehr. Falls es jemals dazu kommen sollte, dass ich heirate, möchte ich bitte nicht darauf angewiesen sein, einen Kredit aufzunehmen, den ich mit 200 Euro im Monat dann auch noch zusätzlich abzahlen muss. Alleine die Vorstellung, 10 Jahre meine Hochzeit abzubezahlen, ist das Grauen!

Wie sagte ein weiser Mann einst: „Ich war noch nie in einer Situation, in der Geld zu haben, die Situation verschlimmert hätte.“

Und ganz genau so sehe ich es auch.

Wie ist das bei dir? Kannst du ruhig schlafen und kennst du Menschen, die durch die Krise kalt erwischt wurden?

Im nächsten Teil geht’s weiter mit Durchschnittlichen Konsumausgaben deutscher Haushalte. Ich bin ja ein Prozentefreak und rechne mir gerne aus wie viel Prozent meines Einkommens Miete, Sparanteil etc. ausmacht 😀

Habt schöne (distanzierte) Ostertage und bis bald 🙂