Minimalismus und Geld

Als ich 2014 angefangen hab mich für Minimalismus zu interessieren, hab ich wohl nicht gedacht, dass ich mich mal so sehr für Finanzen und Investments begeistern könnte.

Ja, Geld haben fand ich immer gut (wer nicht?), Schulden fand ich doof, aber das war‘s dann auch schon.

Finanziell gesehen hat Minimalismus ja definitiv einen positiven Nebeneffekt, der wohl jedem auffallen dürfte, der sich mit dem Thema beschäftigt.

Minimalismus bedeutet ja, sich mit den Dingen zu umgeben, die dich glücklich machen.

Bewusste Beschränkung auf das Nötigste.

Meiner Meinung nach ist die Anzahl der Dinge völlig irrelevant, keiner kann dir vorschreiben, was für dich das Nötigste ist, das definierst du ganz alleine.

Allerdings hilft es dem eigenen Vermögen ungemein, wenn man frei vom Konsumzwang ist. Wenn man kein Bedürfnis mehr verspürt, andere Menschen mit Materialismus zu beeindrucken. Wenn du dein Glück im Inneren und nicht im Äußeren findest.

In meinem Fall habe ich natürlich nach dem Aussortieren viel gespendet und verschenkt, aber auch viel verkauft. Und ich habe gerade mal mein Ebay-Verkäufer-Cockpit angeschaut und bin für sage und schreibe 2421€ Dinge los geworden. Von Anfang bis Heute, was ein paar Jahre umfasst. Das ist wirklich wahnsinnig viel für gebrauchten Kram.

Aber neben dem Geld, was man mit den aussortierten Dingen verdienen kann, spart man auch haufenweise an Geld ein. Einfach nur dadurch, dass man sich beispielsweise Kleidungsbudgets setzt und nur noch für 500 Euro im ganzen Jahr, statt 200 Euro im Monat Klamotten kaufen geht. Oder sich ein komplettes Jahr Konsumverbot auferlegt.

Oder die

https://minimalistia.com/2020/01/19/100-tage-nichts-kaufen-challenge/

startet, um einen bewussteren Umgang mit dem eigenen Konsumverhalten zu bekommen.

Ich selbst habe die Challenge gemacht und deutliche Unterschiede gemerkt. Mein Drang nach neuen Besitztümern ist gegen Null gesunken. Ich bin natürlich auch nicht komplett von Fehl- und Impulskäufen befreit, aber ein richtiger Fehlkauf kommt bei mir vielleicht einmal im Jahr noch vor. Früher locker 5 mal im Monat. Und wenn‘s nur ein neuer Lippenstift in einer unmöglichen Farbe war.

Bewusster Umgang mit dem eigenen Konsum bedeutet immer auch ein bewussterer Umgang beim Geld ausgeben. Wenn du dich für Minimalismus begeisterst, wirst du auch irgendwann genau wissen, wofür sich in deinem Fall Geld ausgeben lohnt. Vielleicht für Essen – wie in meinem Fall. 😉

Mich würde mal interessieren, ob sich bei dir auch etwas in deiner Einstellung zum Geld ausgeben verändert/verändert hat, wenn/seit du dich mit Minimalismus beschäftigst? Merkst du, dass du mehr Geld zur Verfügung hast und dass der Wunsch nach Konsumgütern zurück gegangen ist?

Schreib es mir unbedingt in die Kommentare. 🙂

Bis bald!

8 Kommentare zu „Minimalismus und Geld

  1. Wieder ein schöner Beitrag von dir. Ich spare vor allem für Urlaub und habe mehr Geld für Lebensmittel, zum Beispiel gute vegane Produkte. Notfall-Ausgaben tuen auch nicht mehr so weh. Fehlkäufe kenne ich aber auch 😀

    Gefällt 1 Person

    1. Alleine dafür, dass man sich dann Gute Lebensmittel leisten kann, würde ich jederzeit auf bsp. Kleidung verzichten. Da sind die Prioritäten auf jeden Fall gesetzt 😀 Und ja, absolut, Notfallkäufe bringen einen einfach nicht mehr um den Schlaf, wenn man nicht mehr all sein Geld zum Fenster raus wirft 🙂

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  2. Hallo Stia,
    ich habe ein Jahr lang keine Kleidung und keine Bücher gekauft, da dies meine größten, unnötigen Ausgaben waren. Das Beste daran, eine Gewohnheit für ein ganzes Jahr zu unterbrechen, ist die Tatsache, dass man sich das Verhalten definitiv abgewöhnt hat. Da ging es mir genauso wie Dir.
    https://kerstinmachtklarschiff.wordpress.com/2019/01/06/fazit-12-monate-kleiderfasten/
    Dafür habe ich ein schönes Sparpolster aufbauen können.
    Außerdem benutzte ich Dinge, bis sie irreparabel kaputt sind. Den Föhn seit 20 Jahren, den Kühlschrank seit 14 Jahren,… Man braucht als Minimalist nicht immer den neusten technischen Stand.
    Gruß,
    Kerstin

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    1. Hallo Kerstin 🙂

      Ist es dir schwer gefallen auf Bücher und Kleidung zu verzichten?

      Ich finde die Einstellung super, Dinge so lange zu nutzen, bis sie dem Ende nahe sind! Wie viel besser würde es unserer schönen Erde gehen wenn alle das machen würden 🙂
      Du bist ein gutes Vorbild.

      Liebe Grüße
      Stia

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      1. Danke, Stia. Doch am Anfang habe ich laufend noch Kleider- Prospekte im Internet angeschaut und wollte in Buchhandlungen abbiegen. Die Umstellung ist mir sehr schwer gefallen. Es hat mit dann geholfen, alle Klamotten- Newsletter abzubestellen. Erst nach drei Monaten hatte ich keine Lust mehr auf Shopping um des Shopping willens.
        Viele Grüße von Kerstin

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  3. Sehr schöner Kommentar. Minimalismus mit Kindern funktioniert auch gut! Die Kleinen brauchen ja zumeist nicht mehr Spielzeug sondern Freunde, Verwandte und Eltern, die mit ihnen spielen. Das Erlebnis ist das wichtigste und macht glücklich. Das zeigen schon die ganz Kleinen.

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    1. Hallo Eva,

      danke dass du auch mal Kinder ansprichst, da denke ich ganz oft gar nicht dran, weil ich selbst keine habe. Aber mir ist schon sehr oft bei anderen aufgefallen, das Kinder sich mehr über die Verpackung freuen, als über das eigentliche Spielzeug, das sagt doch schon sehr viel aus.

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