Konsumausgaben und Lebenshaltungskosten Teil 1

Man kann unfassbar viel Geld für Konsum ausgeben, und wer bekommt schon von Anfang an beigebracht, wie man mit Geld umgehen sollte? Ich kenne selbst niemanden. Auch mir wurde das sparsame Verhalten nicht in die Wiege gelegt.

Manche Eltern sind sparsam und können die Sparsamkeit auch an ihre Kinder weitergeben, oder aber genau das Gegenteil, die Kinder hatten das Gefühl sich dauerhaft einschränken zu müssen und sobald sie ihr eigenes Geld haben geben sie Vollgas.

Ich hatte auch mal eine Zeit, in der ich Gas gegeben habe mit Konsumausgaben, aber im Verhältnis zum Durchschnitt, habe ich auch immer versucht einen Teil meines Einkommens zu sparen.

Das hat sich auch auf lange Sicht bisher immer ausgezahlt.

Wenn ich jetzt so die Schicksale beachte, wie viele Menschen pleite gehen und nicht 2 Monate überbrücken können, ohne auf Hilfe angewiesen zu sein, macht mich das sehr traurig.

Wenn man nicht gerade eine Hand voll Schicksalsschläge (z.B. Scheidung und anschließend plötzlich alleinerziehend, dann gehen Auto und Kühlschrank gleichzeitig kaputt und zu guter Letzt wird auch noch dein Fahrrad geklaut) hinter sich hat, sollte man dafür Sorgen, dass man auch ohne fremde Hilfe wenigstens in paar Monate überleben kann.

Ich bin relativ Sicherheitsbedacht und könnte meine Monatsausgaben für gut 12 Monate ohne Hilfe decken, ohne meine Investments verkaufen zu müssen.

Wenn sich in hoffentlich naher Zukunft meine Fixkosten noch weiter verringern, werden es wahrscheinlich schon ca. 1 und halb Jahre sein.

Damit fühle ich mich wohl und das ist es auch worauf es ankommt. Man muss mit seinem „Notgroschen“ gut schlafen können.

Und das werden sich wahrscheinlich auch in der derzeitigen Situation der Virus-Krise einige Menschen wünschen. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie es ist, wenn man nicht mal weiß, wie man seine nächste Miete bezahlen soll.

Bekannte von mir hätten in diesem Jahr noch geheiratet, aber bereits jetzt ist eines der Gehälter um 1/3 eingebrochen, dem anderen Job steht Kurzarbeit bevor. Letztes Jahr wurde ein Haus gekauft, für die Hochzeit sollte ein Kredit aufgenommen werden, geschätzte Kosten um die 20.000 Euro, eher mehr. Falls es jemals dazu kommen sollte, dass ich heirate, möchte ich bitte nicht darauf angewiesen sein, einen Kredit aufzunehmen, den ich mit 200 Euro im Monat dann auch noch zusätzlich abzahlen muss. Alleine die Vorstellung, 10 Jahre meine Hochzeit abzubezahlen, ist das Grauen!

Wie sagte ein weiser Mann einst: „Ich war noch nie in einer Situation, in der Geld zu haben, die Situation verschlimmert hätte.“

Und ganz genau so sehe ich es auch.

Wie ist das bei dir? Kannst du ruhig schlafen und kennst du Menschen, die durch die Krise kalt erwischt wurden?

Im nächsten Teil geht’s weiter mit Durchschnittlichen Konsumausgaben deutscher Haushalte. Ich bin ja ein Prozentefreak und rechne mir gerne aus wie viel Prozent meines Einkommens Miete, Sparanteil etc. ausmacht 😀

Habt schöne (distanzierte) Ostertage und bis bald 🙂

2 Kommentare zu „Konsumausgaben und Lebenshaltungskosten Teil 1

  1. Hallo Stia,

    Toller Beitrag !

    Ich kann auch bei 60% Kurzarbeit ruhig schlafen. Dank Notgroschen und vorallem der richtigen Denkweise: Nämlich immer unter meinen Möglichkeiten zu leben und nicht das Geld voll zu verplanen.

    Deswegen wollte ich damals kein neues Haus bauen und wir kauften das alte Hexenhäuschen. Meine Grenze war es, maximal ein Drittel des Nettoeinkommens für den Hauskredit zu verwenden. Das hätte nur für das Grundstück im Neubaugebiet gereicht und niemals für einen Neubau.

    Jüngere Kollegen, die gerade Häuser bauen, leiden sicher unter der 40% Gehaltskürzung.

    Viele Grüße von Kerstin

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    1. Da sagst du was Kerstin, ich sehe das hier auch zur Zeit an jeder Ecke, das sich eigentlich keiner seinen Lebensstil leisten kann, sobald die kleinste unvorhersehbare Situation eintrifft. Tut mir trotzdem leid, dass du in Kurzarbeit geraten bist, daran leidet ja auch der monatliche Sparbetrag. Aber mit dem richtigen Mindset greift man danach einfach doppelt an!
      Habe meiner Chefin auch angeboten, bevor sie die anderen in Kurzarbeit schickt würde ich gehen oder unbezahlten Urlaub nehmen, das kann ich mir dank Notgroschen und Investments auch leisten, wobei hier den Kollegen schon der Schweiß ausgebrochen ist nur bei dem Gedanken daran.

      Liebe Grüße und alles Gute dir
      Stia

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