Fange an, deine kleinen Taten wertzuschätzen

Irgendwie haben wir gefühlt alle die Erwartung an uns selbst, dass wir ganz Großes vollbringen müssen, um wertgeschätzt zu werden. Wenn du nicht Mutter Theresa oder der Dalai Lama bist, bist du nicht würdig, Wertschätzung zu erhalten.

Das ist so falsch. Es sind die kleinsten Dinge im Leben, die die Welt zu einem guten Ort machen.

Ich würde auch gerne die Welt retten, aber wenn ich nicht im Kleinen anfange, kann nichts Großes entstehen. Und selbst wenn nicht, wir können und sollten uns für alles wertschätzen, was jemandem oder uns Wert bringt. Und derjenige muss es nicht mal merken.

Du kannst einfach mal jemandem der im Zug eingeschlafen ist, unauffällig den Koffer stützen, damit er nicht durch den Zug rollt. Inspiriert hat mich dazu ein tolles Bild, was ich neulich gesehen habe. Ich finds nicht wieder, sonst würde ich es hinzufügen. Falls jemand weiß welches ich meine, lasst es mir gerne zukommen.

Jedenfalls, sei dir bewusst, dass du nicht jeden Tag die Welt retten musst. Vielleicht hast du einfach nur gute Gedanken einem Menschen gegenüber. Das ist eine tolle Sache.

Als Beispiel, jedes Mal wenn mir ein Krankenwagen mit Blaulicht entgegen kommt, bete ich innerlich für den Menschen, der gerade in diesem Wagen liegt. Dieser Mensch wird es nie erfahren, aber ich hoffe trotzdem, dass es ihm in irgendeiner Weise geholfen haben könnte.

Dabei bin ich nicht mal überaus spirituell, ich wünsche ihm einfach alles Gute und dass er schnell wieder auf die Beine kommen mag.

Du kannst dich auch selbst dafür wertschätzen, dass du dir heute einmal 10 Minuten Zeit genommen hast um zu Meditieren und ganz bei dir zu sein, im sonst so stressigen Alltag. Je mehr Ruhe wir in uns tragen, desto eher können wir die Ruhe und Zufriedenheit nach Außen strahlen und weitergeben.

Lächeln ist ansteckend. Wenn du Kontakte knüpfen willst, versuch‘s mal mit lächeln. Habe das einmal als Experiment durchgeführt, weil mein Alltagsgesicht ein absolutes (sorry dafür) „resting bitch face“ ist. Ich gucke unfassbar böse. Das habe ich bewusst mal für einige Zeit in ein Lächeln umgewandelt und war wirklich überrascht, von wie vielen Menschen man plötzlich angesprochen wird.

Letztendlich möchte ich damit nur sagen, dass es schnell zu Unzufriedenheit führen kann, wenn wir unsere riesigen Träume nicht erfüllen und kein Aktivist werden, der die Welt rettet. Besinne dich auf deine kleinen Taten. Meine Freundin hat mir mal, als ich krank war, ein Kehrpaket mit Suppe, Taschentüchern und Säften gebracht. Daran erinnere ich mich heute noch, obwohl es eine kleine Tat war, für mich aber immer von ganz Großer Bedeutung sein wird!

Sei gut zu dir selbst und schreibe mir gerne mal, was du heute wertschätzt 😊

5 Kommentare zu „Fange an, deine kleinen Taten wertzuschätzen

  1. Ich liebe deine kleinen Alltagsanregungen, die immer an meine Gedanken anknüpfen. Danke dafür!

    Dank Corona sind meine Nachbarn und ich näher zusammen gerückt. Hier hat sich eine richtige Mädelsclique gebildet. Auch die neue Nachbarin, die nach einer schweren Trennung hier einen Neuanfang wagt, findet darin Zuflucht. Gestern bedankte sie sich dafür. Ihre neue Wohnung hält sie nun unsererwegen für einen Glückgriff und als sie mich einen Engel nannte, war ich vollends gerührt. Da hatte auch mein Selbsthass nichts mehr entgegen zu setzen.

    Einfach mal Danke sagen, dass der andere da ist… Wenig Worte, die so viel im Gegenüber auslösen können.

    Ich mache daraus mal eine Kette und gebe mein Danke an Dich weiter. Danke für Deinen Blog und Deine tollen Anregungen. 💐
    Biene

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    1. Ein ganz herzliches Danke geht an dich zurück! Mir bedeuten die Kommentare hier und der Austausch wirklich viel ❤
      Das ist ganz wunderbar, dass ihr die neue Nachbarin so toll in die Gemeinschaft aufgenommen habt, das kann das ganze Leben einer Person verändern. Die kleinen Worte und Gesten haben einfach auch eine wahnsinns Kraft, das darf man nie vergessen!

      Die Kette werde ich heute noch in irgendeiner Form weitergeben.

      Ganz liebe Grüße an dich
      Stia

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  2. Hallo Stia,

    da hatte sich bei mir auf minimalismus Blogroll in deinen Namen ein Fehler eingeschlichen (auf der Übersichtsseite). Das ist korrigiert. Dachte dein Blog hieße Minimalista und nicht Minimalistia.

    Deinen echten Namen finde ich viel schöner 🙂

    Also so gefällt mir dein Blog noch viel besser *lach*

    Liebe Grüße

    Tanja

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