Minimalismus: Fluch oder Segen?

Kennst du das, wenn du in einem leeren Raum sitzt, in völliger Ruhe und einfach nur das Sein genießt? Nein? Oh.

Was des einen Freud, ist des anderen Leid. (Heute philosophisch unterwegs)

Ich finde es immer wieder faszinierend, wie unterschiedlich wir Menschen doch sind.

Nur weil ich Minimalismus toll finde, heißt das noch lange nicht, dass du das genauso sehen musst.

Vielleicht magst du konsumieren, oder sammeln, oder Chaos.

Man kann niemals pauschalisieren, dass das, was für den einen toll ist, den anderen genauso glücklich macht.

Und das ist auch gut so, wie langweilig wäre die Welt, wenn wir alle gleich wären?!

Vielleicht hast du 130 Paar Schuhe, so wie ich damals, und bist einfach glücklich damit. Dann sei bitte einfach glücklich! Wenn du merkst, dass das eine Baustelle sein könnte, die dich belastet, dann ändere etwas daran. Aber bestimmt nicht, nur weil gerade der Trend zum minimalistischen Leben geht und alle das machen.

Minimalismus ist ein Weg, und nicht das Ziel. Ich sehe das als Lifestyle, nach dem man sich richten kann. Aber letztendlich möchte ich kein spezielles Ziel damit erreichen, es tut mir einfach sehr gut. Du kannst dir bestimmt welche setzen, aber in meinem Fall ist das nicht der richtige Weg. Nur noch 100 Dinge besitzen? Oder 50? Der beste Minimalist aller Zeiten werden? Lieber entspannt den Weg gehen und schauen wo er dich hin führt.

Bei mir hat es Jaaahre gedauert, die begleitet waren, von immer immer wieder meinen Kram durchgehen und zu schauen, was mein Leben bereichert und was nicht.

Heute sortiere ich immer noch regelmäßig aus, auch wenn dann nur zwei Sachen meinen Besitz verlassen, ich gehe diesen Weg weiter, solange er mich begeistert.

Aus meiner Erfahrung kann ich dir sagen, dass sich dir irgendwann immer mehr Bereiche eröffnen werden, wenn du dich für Minimalismus interessierst.

Zero Waste, Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Capsule Wardrobe…

Und es macht sooo viel Spaß diese Bereiche zu entdecken!

Vielleicht faszinieren dich diese Themen auch. Vielleicht eben auch nicht.

Mach was dich glücklich macht.

Wenn es einkaufen ist, geh einkaufen. Wenn es aussortieren ist, geh aussortieren.

Am besten jetzt gleich, so wie ich.

Bis bald!

Wie viel Prozent meines Einkommens sollte ich sparen?

Die Frage sehe ich wirklich sehr häufig, seit ich mich mit den Themen Finanzen und Investieren beschäftige.

Meine Meinung: Soviel wie möglich.

Zumindest handhabe ich das zur Zeit so.

Dazu sei aber eines gesagt:

Geiz ist nicht geil.

Man darf, nein, sollte Geld sparen, und gerne unnötige Ausgaben vermeiden. Aber wenn du 20 Cent von deinen Freunden zurück verlangst, läuft da was aus dem Ruder mit deinem Sparwahn.

Zurück zum Wesentlichen:

Ich würde mindestens – MINDESTENS – 10% deines Einkommens sparen. (Vom Nettoeinkommen) Davon sollte zu aller erst ein Notgroschen aufgebaut werden, von dem du deine Autoreparatur bezahlen und auch mal ein neues Bett kaufen kannst, falls das alte in seine Einzelteile zerfällt und du nicht ausreichend handwerklich begabt bist um das wieder zusammen zu zimmern.

Als Empfehlung setzt man 3-6 Monatsgehälter/bzw Monatsausgaben an, manche geben sich auch feste Beträge wie 10.000 Euro um ruhiger zu schlafen. Ich würde immer eher zu den 6 Monatsgehältern/Monatsausgaben tendieren, dann hast du immer einen guten Puffer, falls du mal 6 Monate Findungsphase benötigst oder dein Chef dich Final zur Weißglut gebracht hat und du ihm die Kündigung auf den Tisch knallst. Mit dem Puffer in der Hinterhand kannst du dann mindestens 6 Monate ganz entspannt einen neuen Job suchen, ohne das nächstbeste annehmen zu müssen.

Wenn du den Notgroschen aufgebaut hast, kannst du dir überlegen, einen festen Betrag zu investieren um dein Vermögen aufzubauen und vom Zinseszins zu profitieren.

Interessant finde ich ja, was man als Allgemeinen Rat ansetzt:

„So wird bei einem Brutto-Einkommen von 2000 Euro eine Sparquote von mindestens 5,5 Prozent bei Wohneigentümern und 7 Prozent bei Mietern empfohlen. Gutverdiener mit einem Einkommen von mehr als 4000 Euro hingegen sollten als Eigenheimbesitzer mindestens neun Prozent und als Mieter elf Prozent pro Monat sparen.“

Als Mieter, der (mehr als) 4000 Euro verdient, soll man 11% sparen. 11% bei 4000 Euro sind 440 Euro. Runtergerechnet auf Netto wäre der Verdienst vielleicht bei ca. 2500 Euro, dann hätte man 2060 Euro zum Leben. Davon lässt es sich sehr gut leben wie ich finde und eine höhere Sparquote könnte durchaus drin sein.

Ich finde es auch besser mit dem Nettoeinkommen zu rechnen und davon prozentual die Sparquote zu berechnen.

Also Zusammenfassung:

Meine Sparquote liegt derzeit bei ca. 35% (Netto)

Was mich heute interessiert:

Wie hoch ist deine Sparquote?

Hast du in den letzten Jahren geschafft, diese zu erhöhen, wenn ja, wie?

Hinterlasse gerne deine Gedanken dazu 🙂

Bis bald!

Minimalismus und Geld

Als ich 2014 angefangen hab mich für Minimalismus zu interessieren, hab ich wohl nicht gedacht, dass ich mich mal so sehr für Finanzen und Investments begeistern könnte.

Ja, Geld haben fand ich immer gut (wer nicht?), Schulden fand ich doof, aber das war‘s dann auch schon.

Finanziell gesehen hat Minimalismus ja definitiv einen positiven Nebeneffekt, der wohl jedem auffallen dürfte, der sich mit dem Thema beschäftigt.

Minimalismus bedeutet ja, sich mit den Dingen zu umgeben, die dich glücklich machen.

Bewusste Beschränkung auf das Nötigste.

Meiner Meinung nach ist die Anzahl der Dinge völlig irrelevant, keiner kann dir vorschreiben, was für dich das Nötigste ist, das definierst du ganz alleine.

Allerdings hilft es dem eigenen Vermögen ungemein, wenn man frei vom Konsumzwang ist. Wenn man kein Bedürfnis mehr verspürt, andere Menschen mit Materialismus zu beeindrucken. Wenn du dein Glück im Inneren und nicht im Äußeren findest.

In meinem Fall habe ich natürlich nach dem Aussortieren viel gespendet und verschenkt, aber auch viel verkauft. Und ich habe gerade mal mein Ebay-Verkäufer-Cockpit angeschaut und bin für sage und schreibe 2421€ Dinge los geworden. Von Anfang bis Heute, was ein paar Jahre umfasst. Das ist wirklich wahnsinnig viel für gebrauchten Kram.

Aber neben dem Geld, was man mit den aussortierten Dingen verdienen kann, spart man auch haufenweise an Geld ein. Einfach nur dadurch, dass man sich beispielsweise Kleidungsbudgets setzt und nur noch für 500 Euro im ganzen Jahr, statt 200 Euro im Monat Klamotten kaufen geht. Oder sich ein komplettes Jahr Konsumverbot auferlegt.

Oder die

https://minimalistia.com/2020/01/19/100-tage-nichts-kaufen-challenge/

startet, um einen bewussteren Umgang mit dem eigenen Konsumverhalten zu bekommen.

Ich selbst habe die Challenge gemacht und deutliche Unterschiede gemerkt. Mein Drang nach neuen Besitztümern ist gegen Null gesunken. Ich bin natürlich auch nicht komplett von Fehl- und Impulskäufen befreit, aber ein richtiger Fehlkauf kommt bei mir vielleicht einmal im Jahr noch vor. Früher locker 5 mal im Monat. Und wenn‘s nur ein neuer Lippenstift in einer unmöglichen Farbe war.

Bewusster Umgang mit dem eigenen Konsum bedeutet immer auch ein bewussterer Umgang beim Geld ausgeben. Wenn du dich für Minimalismus begeisterst, wirst du auch irgendwann genau wissen, wofür sich in deinem Fall Geld ausgeben lohnt. Vielleicht für Essen – wie in meinem Fall. 😉

Mich würde mal interessieren, ob sich bei dir auch etwas in deiner Einstellung zum Geld ausgeben verändert/verändert hat, wenn/seit du dich mit Minimalismus beschäftigst? Merkst du, dass du mehr Geld zur Verfügung hast und dass der Wunsch nach Konsumgütern zurück gegangen ist?

Schreib es mir unbedingt in die Kommentare. 🙂

Bis bald!

„Du hast gerade Lebensmittel vor der Tonne gerettet“

Ich möchte dir eine tolle App vorstellen, ganz ohne Eigennutz, außer dass ich mich freuen würde, wenn mehr Lebensmittel dadurch gerettet werden.

TooGoodToGo

Eine App für dein Smartphone, mit der du Lebensmittel retten kannst.

Wie das geht?

Einfach runterladen und deinen Standort freigeben. Dir werden dann sämtliche Restaurants und Bäcker in deiner Umgebung angezeigt, wo du dir am Ende des Tages, meist zwischen 18-20 Uhr, für wenig Geld, Überraschungstüten holen kannst.

Du wählst also beispielsweise den Bäcker deiner Wahl aus und zahlst über verschiedene Möglichkeiten online im Voraus.

Dann kannst du zwischen 19.30-20 Uhr zu diesem Bäcker gehen, sagst „Hey, ich hab was über TooGoodToGo gekauft“ und bekommst deine Überraschungstüte.

Das ist der „Haken“ an der Sache, du weißt nie was du bekommst.

Das einzige was du weißt ist, du hast 3 Euro bezahlt und bekommst Waren im Wert von 8 Euro, meistens sogar mehr. (Je nach Anbieter auch unterschiedliche Werte und Kosten)

Wenn du flexibel bist, wird sich das immer lohnen.

Ich hatte noch keine Tüte, mit der ich nicht zufrieden war, gerade beim Bäcker kann man wirklich nicht viel verkehrt machen.

Das letzte Mal gab es 1 Berliner, 2 heiße Wecken, 3 Brötchen und 1 ganzes Dinkelvollkornbrot.

Mega!

In der Stadt lohnt sich das wirklich sehr, auf dem Land wird es schon etwas schwieriger, weil bisher eher größere Ketten als Einzelunternehmen am Start sind.

Ich hoffe aber, dass sich noch viele viele weitere Unternehmen anschließen werden um die Lebensmittelverschwendung zu bekämpfen.

Ich kann dir wirklich nur empfehlen, das einfach mal auszuprobieren, für dich, deinen Geldbeutel und für die Umwelt 🙂

Bis bald!

Gewöhnliche und außergewöhnliche Ideen für dein Nebeneinkommen

Ich habe selbst immer mal wieder nach neuen Ideen für ein Nebeneinkommen gesucht und hätte da diese Liste sehr inspirierend gefunden:

– Yoga/Pilates/Fitnesskurse geben

– im Sportverein als Übungsleiter arbeiten

– Reiseleiter oder Reisebegleitung für Jugendreisen

– freier Trauredner werden

– virtuelle Assistenz

– Kundenservice im Homeoffice

– Mystery Shopping

– Behindertenassistenz

– Kellnern

– Hunde Gassi führen

– Haustiersitter als Urlaubsvertretung

– Urlaubsvertretung bei der Post

– Zeitung austragen

– nebenberufliche Hochzeitsfotografie

– Nachhilfe geben

– als Dozentin arbeiten

– als Lektorin arbeiten

– Affiliate Marketing

– Websites für andere erstellen/programmieren

– Logos und Grafiken erstellen

– Schmuckdesign anbieten auf beispielsweise Etsy

– Imkern

– Hofladen mit Marmelade etc

– Airbnb wenn du noch ein Zimmer frei hast

– Garage/Stellplatz vermieten

– Autor werden

– abends oder am Wochenende im Einzelhandel arbeiten

– Einkaufen oder Rasen mähen für alte Menschen übernehmen

– Plasma oder Blut spenden

– Sein Wissen in Videos festhalten und auf Social Media anbieten

– Messehostess

– allgemein Hostess auf Veranstaltungen

– Bodenproben nehmen

– Deine Fahrten bei blablacar anbieten

– Partyfotograf

– als Komparse arbeiten

– im Club oder auf Festivals am Tresen arbeiten

– Tandemsprunglehrer

– Wenn du singen oder anderweitig Musik machen kannst, biete deine Talente auf Veranstaltungen an

– DJ

– Wahlhelfer

– Promotionjobs

– sich als Schöffe bei Gericht wählen lassen

– Gebäudereinigung

– Morgens beim Bäcker die Brötchen mit vorbereiten

– Im Eissalon arbeiten

– Babysitten

– alte Möbel aufbereiten und verkaufen

– Security

Hui das war viel. Fällt euch noch mehr ein?

Schreibt es mir unbedingt in die Kommentare.

Bis bald!

1000 Euro sparen und anlegen

Sparen ist erst einmal eine super Sache, solange man noch Möglichkeiten hat seine Sparrate zu erhöhen. Allerdings ist bei 0 einfach Ende. Du verdienst 2000 Euro? Dann kannst du theoretisch 2000 Euro sparen, aber nie mehr als das.

Gucken wir uns also lieber die Seite an, auf der es noch Luft nach oben gibt – beim Einkommen.

Je höher dein Einkommen, desto mehr kannst du letztendlich auch sparen. Dafür ist es aber wichtig, dass du nicht der Lifestyleinflation verfällst.

Was bedeutet das? Das bedeutet, dass man mit steigendem Einkommen, immer mehr Geld ausgibt, weil man‘s ja jetzt hat. Größere Wohnung, teures Auto, Markenkleidung, und die alten Möbel langweilen mich ja eh schon lange.

Ich rate dir also, nach Möglichkeiten zu suchen, dein Einkommen zu erhöhen.

Was das letztendlich wird kannst nur du selbst entscheiden, es richtet sich immer nach deinen Talenten, deiner Kreativität und deiner Umsetzungsfähigkeit.

Wenn du Angestellt bist, kannst du z.B. einmal jährlich dein Gehalt neu verhandeln. Am Besten schreibst du dafür das ganze Jahr über schon mit, was du geleistet hast und was deine Arbeit der Firma bringt, so hast du mehr Argumente für eine Gehaltssteigerung.

Wenn du dann noch Zeit hast, nimm z.B. einen Nebenjob an. Der nächste Artikel wird dir eine ganze Liste voll mit potentiellen Nebenjobs vorschlagen.

Noch viel wichtiger als für Geld zu arbeiten ist aber, dein Geld für dich arbeiten zu lassen. Und das geht am Besten, indem du dein Geld an der Börse anlegst. Zum Beispiel in ETFs.

ETFs bringen dir Durchschnittlich 8% Rendite im Jahr.

In ETFs anlegen kann man per Sparplan schon mit 25€ im Monat.

Stellen wir mal eine kurze Rechnung auf, in der wir davon ausgehen, dass du 100€ im Monat investieren kannst:

(zur Vereinfachung wird hier etwas gerundet)

100*12= 1200

darauf 8% Zinsen im ersten Jahr: 52€

Warum nicht 96€ Zinsen? 8% von 1200 sind doch 96? Weil wir ja nicht von Anfang an 1200€ angelegt haben, sondern das ein Sparplan ist, in dem jeden Monat aufs neue 100€ angelegt werden.

Hättest du also dein Geld auf dem Tagesgeldkonto geparkt, hättest du jetzt 1200€.

Durch die 8% Rendite hast du jetzt aber schon 1252€

Und mit diesen 1252€ startest du jetzt direkt ins nächste Jahr, und hast am Ende des 2. Jahres schon

2604€, davon sind 204€ Zinsen, wie abgefahren ist das denn?

Auf den Monat runter gerechnet beschert dir das bereits 17€ passives Einkommen und zahlt damit in meinem Fall schon fast das Fitnessstudio.

Und jetzt rechnen wir das mal mit 1000€

Jahr 1: 12.520€ davon 520€ Zinsen

Jahr 2: 26.041€ davon 2041€ Zinsen

Jahr 10: 181.371€ davon 61.371€ Zinsen

Wenn du jetzt noch nicht motiviert bist 1000€ im Monat anzulegen und damit dein Vermögen aufzubauen, dann weiß ich auch nicht weiter.

Davon müssen wir natürlich noch Steuern, Inflation und ggf Depotkosten abziehen.

Trotzdem ist der Wertzuwachs einfach enorm im Gegensatz zu dem, was die meisten Menschen fabrizieren: Geld auf dem Tagesgeldkonto der Inflation hingeben, damit es jedes Jahr weniger wird.

Ich liebe es, mir bewusst zu machen, was die Rendite alles für mich bereits bezahlt. Erst ist es das Fitnessstudio, dann zusätzlich die monatlichen Stromkosten, irgendwann die Lebensmittel und dann Miete. Wenn es soweit ist, darf man sich offiziell als „Finanziell Frei“ bezeichnen. Du bist nicht mehr drauf angewiesen, einem Job nachzugehen, weil dein Geld jetzt dafür arbeitet, dass deine Lebenskosten gedeckt sind. Du darfst natürlich trotzdem noch arbeiten 😉

Hier kannst du ein mal mit deinen Sparraten rum spielen und sehen, wie stark sich der Zinseszins letztendlich auf dein Vermögen auswirkt:

https://www.zinsen-berechnen.de/sparrechner.php

Ich finde das Thema super spannend und möchte da noch viel mehr in die Tiefe gehen. Aber als nächstes folgt erstmal der Artikel mit (einigen außergewöhnlichen) Ideen für Nebenjobs. (Um deine Sparrate auf 1000€ zu erhöhen) 😉

In diesem Sinne, denk man über deine Finanzen nach und bis bald!

Die 9 einfachsten Tipps um der Umwelt etwas Gutes zu tun

Willst du mit wirklich minimalem Aufwand die Umwelt schützen?

Ich bin ja der festen Überzeugung, dass jeder was bewirken kann, auf seine eigene Art und Weise.

Diese Babysteps hier, können dein erster Beitrag sein, ohne dich auch nur annährend in deiner bequemen Lebensweise einzuschränken.

1. Zieh den Stecker

– Ladekabel ziehen Strom, wenn sie in der Steckdose sind. Genau wie Fernseher, Laptop, alles was einen Standbymodus besitzt. Wenn dir Stecker ziehen auch noch zu anstrengend ist, wie wäre es mit einer Steckdosenleiste mit Kippschalter?

ProTipp: Schnellladekabel für dein Smartphone organisieren und nicht mehr Nachts 10 Stunden laden sondern nur eine Stunde vor dem zu Bett gehen und dann das Kabel wieder ziehen. Reicht völlig.

2. Trinke Leitungswasser

– Kein Kistenschleppen mehr, kein Plastikflaschenhorror mit Weichmachern, die in das Wasser übergehen und gesundheitsschädlich sind, bessere Qualität als Wasser aus Flaschen und es kostet nur einen Bruchteil! Noch fragen?

3. Tragetasche mit zum Einkaufen nehmen.

– Dieser ganze Plastikwahnsinn – furchtbar. Nimm dir deine eigene Tasche/dein Beutelchen für den Einkauf mit. Es gibt wiederverwendbare, die sich ganz klein falten und sogar waschen lassen, die kann man einfach immer in der Handtasche oder im Auto bereit halten.

Oder man greift einfach zum Guten alten Leinenbeutel.

Oder zum ultracoolen Weideneinkaufskorb von Oma.

4. Du hast eine Verabredung und die ist nur 1km entfernt?

– Bitte geh zu Fuß oder fahr mit dem Fahrrad. Das geht auch noch bei 2km Entfernung.

Profis legen sogar zweistellige Entfernungen mit dem Rad zurück 😀

5. Du brauchst was neues, vielleicht nur einmalig?

– Guck erstmal bei Kleinanzeigen oder frag in der Familien-Whatsappgruppe nach ob du es vielleicht sogar einfach nur leihen kannst.

Ressourcen geschont, Geld gespart.

6. Plane deine Mahlzeiten

– Ich freu mich immer riesig wenn ich so gut geplant habe, dass ich absolut keine Lebensmittel wegschmeißen muss. Da kommt es mal vor, dass ich ganz plötzlich doch nochmal Pfannkuchen essen muss, weil ich noch ein halbes Glas Apfelmus hab. Aber da gibt es ja nun wirklich schlimmeres. Versuch mal dir einen Wochenplan zu erstellen.

Ich handhabe das folgendermaßen:

Morgens esse ich eh immer zwei Scheiben Toast, keine große Sache und immer rechtzeitig aufgebraucht.

Dann überlege ich mir, was ich Abends koche und esse, wovon ich am nächsten Tag eine Portion mit zur Arbeit nehmen kann. Manchmal reicht das für 2 Tage, manchmal sogar für drei. Da kommen super gut Aufläufe in frage, oder selbstgemachte Pizza, Bauernfrühstück, Salat oder einfach mal nur ein Grießbrei.

So kann man ausreichende Mengen kochen und steht nicht nur für eine Mahlzeit in der Küche. Es sei denn du liebst kochen und willst das so, dann feel free.

7. Seife im Stück

– So gut, seit einiger Zeit DIE Wiederentdeckung in meinem Leben. Mittlerweile gibt es Seife am Waschbecken, Seife in der Dusche und sogar ein Stück festes Shampoo. Absolut kein Plastikabfall mehr und alle Seifen sind rein natürlichen Ursprungs ohne schädliche Chemiekalien.

Wenn du wissen willst, was in deiner Kosmetik so drin steckt, empfehle ich dir die App Codecheck.

8. Weniger Fleisch essen

– Das könnte dem einen oder anderen schon schwerer fallen und eventuell doch ein Einschnitt in die Lebensqualität sein, aber versuch doch einfach mal, einen Tag die Woche auf Fleisch zu verzichten. Es gibt wahnsinnig leckere Gerichte ohne Fleisch und auch Fleischersatzprodukte können sich mittlerweile echt sehen (und schmecken) lassen. Es muss ja nicht jeder gleich Veganer werden, aber ein bewussterer Umgang mit reduziertem Fleischkonsum würde der Umwelt schon einen großen Nutzen bringen.

9. Wissen verbreiten

– Stecke andere mit deinem Umweltbewusstsein an, ich empfehle nicht zu missionieren anderen damit auf die Nerven zu gehen, das erzeugt meistens nur das Gegenteil, aber einfach mal als Gutes Vorbild voran gehen.

Hast du noch mehr Babysteps, die jeder ganz einfach umsetzen kann?

Es gibt bestimmt noch so viel mehr, ich hätte gerne eine ganze Sammlung von der sich jeder das raus picken kann, was für ihn gut funktioniert, also teil mit gerne dein Wissen mit 🙂

Bis bald!

Wort des Tages: Nettigkeit

Wann bist du das letzte Mal wirklich Nett gewesen? Ohne etwas dafür zurück zu verlangen, sondern einfach weil dir nach Nett sein zumute war? Oder das sogar dein Naturell ist?

Wo sind die kleinen Gesten geblieben, die einem den ganzen Tag zu einem schönen Tag machen können? Beim Autofahren jemanden von der anderen Spur rein zu lassen, Tür aufhalten, Platz machen, etwas runter gefallenes aufheben, den einen Cent oder Euro dem Fremden beizusteuern, der vor dir an der Kasse zu wenig Geld im Portemonnaie hat.

Erwiesenermaßen bringen Nettigkeiten eine Welle von weiteren Nettigkeiten nach sich. Lasst uns eine Welle der Nettigkeiten starten! Wem hast du heute was Gutes getan, einfach so?

Hören wir einfach mal auf zu Nehmen und starten damit, was zu Geben. Ich sag es euch, das Leben wird dadurch so viel schöner! Man hat sogar selbst einen Nutzen vom Geben, man fühlt sich dadurch besser.

Ein Paar Ideen zum Nett sein:

– Bringe deinen Kollegen heute Kekse mit

– Hast du Kleingeld im Portemonnaie? Lass zwischendurch mal 1,2,5, 10, 20 Cent oder mehr auf den Boden fallen. Beim spazieren gehen, oder auf dem Parkplatz beim Einkaufen, die Laune eines Menschen verändert sich meist schlagartig, selbst wenn es nur 1 Cent ist. Geld finden ist der Overkill!

– Lasse den Fremden an der Kasse vor, der nur 2 Teile kauft, auch wenn du nur 5 Teile kaufst.

– Halte den Fahrstuhl für jemanden auf.

– Nimm dir Zeit und höre deinem Gegenüber einfach Mal nur zu.

– Wann hast du zuletzt jemandem Blumen mitgebracht?

– Sag deiner Mama, wie lieb du sie hast (und allen anderen auch)

Und tu dir selbst einen Gefallen und versuche einfach Mal, einen Tag lang nicht zu meckern. Nimm es einfach hin, suche das Positive in jeder Situation, atme tief durch und weiter geht‘s.

Bis bald!

Wunschliste und 30 Tage warten #Konsumverzicht

Wie sehen Konsumentscheidungen bei dir aus? Ich will es, ich brauche es, ich kaufe es?

Ein Klick und Morgen steht der Postbote mit einem neuen lebensverändernden Gadget vor der Tür?

Und brauchst du den Kram dann wirklich?

Früher, bevor ich mich mit Minimalismus/Nachhaltigkeit auseinander gesetzt habe, hat mich das Null interessiert. Shame on me. Aber besser spät als nie merken. Einfach gekauft und wenn‘s doof war, ab in die nächste wilde Schublade, aus den Augen aus dem Sinn.

Geld auch weg. Super Deal.

Dekoartikel sind mein Endgegner. Ich hoffe mittlerweile weiß jeder, der das Bedürfnis verspürt mir etwas zu besonderen Anlässen zu schenken, dass ich nur noch Dinge haben will, die ich essen oder anderweitig verbrauchen kann 😀

Ich habe schon öfter den Tipp gelesen, dass man sich eine Wunschliste anlegen soll. Dann schreibt man alles auf, was man gerne haben möchte, wartet 30 Tage, oder wie lange auch immer man warten möchte (also am besten das Datum mit aufschreiben) und schaut dann, ob das Bedürfnis immer noch vorhanden ist.

Warum ich das doof finde:

Wenn ich etwas im Laden gerne kaufen möchte, mich aber doch noch dafür entscheide darüber nachzudenken, hab ich zuhause in 90% der Fälle schon wieder vergessen, was das für ein Gegenstand war.

Top, Ressourcen und Geld gespart.

Wenn ich das allerdings auf eine Wunschliste geschrieben hätte, wäre ich immer wieder drüber gestolpert und hätte das Verlangen neu entfacht.

Ich empfehle also, nicht auf zu schreiben was man gerne haben möchte.

Wenn es wichtig genug ist und dir wirklich dein Leben bereichern würde, dann wirst du es so oder so nicht vergessen und dir kaufen, wenn die Zeit gekommen ist.

Würdest du gerne mit mehr Bedacht einkaufen?

Wie oft triffst du Fehlkaufentscheidungen?

Bis bald!

100 Tage nichts kaufen Challenge

100 Tage keine Luxusartikel kaufen. Was für ein Privileg, wenn wir uns aussuchen können, ob wir Luxusartikel kaufen oder nicht.

Vorteile für dich:

Entschleunigung

Mehr Zeit

Mehr Geld

Nachhaltige Veränderung deiner Kaufgewohnheiten

Nachteile? Vielleicht ein unbändiges Verlangen und Stimmungsschwankungen, je nachdem wie tief du in der Luxusartikelsucht drin steckst 😉 Stell ich mir wie Heißhunger auf Schokolade vor.

Vorteile für die Umwelt:

Ressourcen werden geschont – bestenfalls dauerhaft, wenn die Challenge dich langfristig verändert.

Ich habe diese Challenge im Sommer 2014 bereits gerockt und was soll ich sagen? Es hat mich langfristig verändert. Natürlich kaufe ich heute noch Luxusartikel, die nicht ausschließlich mein Überleben sichern. Aber sooosososo viel weniger als vorher. Kleidung ist mittlerweile ungefähr bei 5 Teilen im Jahr, die auch gerne vom Flohmarkt oder von aussortierten Sachen meiner Freundinnen/Schwester kommen. Natürlich nicht immer, aber wenn möglich. Aber auch da nur, wenn ich sie wirklich brauche oder übertrieben schön finde.

Ich bin auch nach mehrmaligem Aussortieren noch bestens ausgestattet für die nächsten 10 Jahre mit ausreichend Kleidung würde ich behaupten.

Essentielle Dinge dürfen natürlich gekauft werden.

Was sind essentielle Dinge?

Lebensmittel, notwendige Hygieneartikel, alles was leer geht und du in deinem Alltag unbedingt benötigst, falls du ein Auto hast natürlich auch Sprit (oder du fährst 100 Tage nur Fahrrad oder gehst zu Fuß – das könnte auch die nächste Challenge werden)

Was man nicht kaufen soll in der Zeit:

Kleidung, Spielkram, Deko, Möbel, Elektronik, Kosmetik, was auch immer du gerne haben willst, aber eigentlich nicht unbedingt brauchst. Schau mal ob du 100 Tage drauf verzichten kannst, oder ob dein Verlangen zu groß wird und du dem Drang nachgeben musst.

Meistens verfliegt das Bedürfnis schon, wenn man Zuhause ankommt.

Schreib dir in der Zeit gerne mal auf, was du eigentlich kaufen wolltest, aber nicht gekauft hast. Und was du dadurch gespart hast. Und berichte es mir, das würde mich wirklich interessieren, auch ob sich dein Konsumverhalten dadurch geändert hat.

Bis bald!